Im Rennpass ins Glück

Als ich mein erstes und einziges Jugendbuch zum Verkauf stellte, sagte man mir, Jugendbuch??? Na dann mußt Du aber viel Geld in die Werbung stecken…..

Verwunderlich war es dann doch, daß gerade dieses Buch bei Amazon einen Verkaufsrang hat, mein BDSM-Buch allerdings nicht. Was doch so viel heißt, wie das eine ist verkauft, das andere nicht???? Naja Verkaufsränge sind ja eine Wissenschaft für sich.

Und auch wenn das hier nix mit Sex und SM zu tun hat, möchte ich es Euch doch vorstellen, denn die Welt hat ja viele Facetten oder????

Leseprobe:

Svenja nickte und ging mit ihm zu der Ovalbahn. Höski verschwand unterdessen im Wohnwagen. Schmunzelnd sah er Geirys Tasche an, dann stellte er sie zu Svenjas Tasche. Es wäre doch gelacht, wenn die beiden an diesem Wochenende nicht endlich ein Paar werden würden.

Geiry schlenderte neben Svenja her und gab ein paar lahme Erklärungen zu der Ovalbahn ab. Bis Svenja stehen blieb.

„Bitte Geiry, jetzt haben wir noch Zeit. Lass uns endlich mal in Ruhe reden. Die Pferde sind versorgt und im Moment schreit auch keiner nach uns“, bat sie leise. Die Wartezeit musste endlich ein Ende haben. Er sollte ihr sagen woran sie war.

„Du hast Recht, elskan“, stimmte Geiry ihr zu. Vorsichtig führte er sie ein Stück von der Ovalbahn weg. „Du hast mir von deinem Vater erzählt“, begann er und Svenja hielt die Luft an. Bestimmt hatte sie damit alles kaputt gemacht. „Er hat Recht, wenn er sagt, dass ich vom Alter her besser zum ihm und deiner Mutter passe. Als Freund versteht sich.“

Svenja atmete aus. „Gut, dann brauchen wir nicht weiter zu reden. Ich will dir nur sagen, dass es okay ist.“ Ihre Stimme klang gepresst, so als ob sie die Tränen zurückhalten müsste. Schnell drehte sie sich um und wollte zum Wohnwagen zurücklaufen, als Geiry sie festhielt.

„Hör mir bitte erst zu, ich habe noch mehr zu sagen“, bat er leise. Dann küsste er sie sehr sanft auf den Mund. Svenja überließ sich diesem Kuss und ganz allmählich wurde ihr bewusst was das hieß. Geiry ließ sie wieder los und sie schlenderten weiter. „Ich habe nie gedacht, dass es problemlos werden würde. Immerhin bin ich fast 15 Jahre älter als du. Deshalb habe ich solange gewartet. Svenja, ich liebe dich.“

Ihr Hals fühlte sich ganz trocken an und ihre Knie zitterten. „Ich weiß“, sagte sie leise.

Enttäuscht sah er sie an. „Mehr sagst du dazu nicht?“

Grinsend schüttelte sie den Kopf. „Nein, dazu hast du mich in der letzten Zeit zu oft leiden lassen. Und auch jetzt hast du die entscheidende Frage nicht gestellt.“

„Willst du meine Freundin werden?“ fragte er. Gerade als sie antworten wollte, legte er einen Finger auf ihre Lippen. „Überleg es dir. Ich werde eines Tages in meine Heimat zurück gehen. Das habe ich dir schon mal gesagt. Ich wäre der glücklichste Mann, wenn du mitkämst, das ist klar. Und es wird Probleme mit deiner Familie und bestimmt auch mit einigen deiner Freunde geben. Bedenke es.“

Sie schwiegen einen Moment, dann holte Svenja tief Luft. „Mit meinen Freunden wird es keine Probleme geben, weil es auch deine Freunde sind. Ich habe keine anderen Freunde als euch. Die Probleme mit meiner Familie bekommen wir gemeinsam in den Griff, wenn wir zusammen halten. Und das mit Island lasse ich auf mich zu kommen. Du willst doch nicht sofort weg oder?“

Leise lachend verneinte Geiry. „Nein, ich werde schon noch eine ganze Weile bleiben.“

„Dann küss mich endlich, du furchtbar wundervoller Mann“, lachte Svenja.

Glücklich schwenkte Geiry seine Freundin durch die Luft. In diesem Moment rief jemand nach ihnen.

„Das darf doch nicht wahr sein“, stöhnte Geiry, doch dann lachte er wieder. „Wenigstens haben wir uns alles gesagt.“ Svenja stimmte ihm zu und sie gingen auf den Mann zu, der sie gerufen hatte. Als sie erkennen konnten wer es war, leuchtete es in Geirys Gesicht auf.

„Das ist mein Bruder, Tothi“, erklärte er Svenja. Die Männer umarmten sich und es erklang sofort ein Schwall isländischer Worte. Dann fiel Geiry ein, wie unhöflich er war.

„Tut mir leid, elskan“, sagte er zu Svenja und stellte sie vor. „Lass uns bitte Deutsch sprechen. Isländisch konnte ich meiner Freundin noch nicht beibringen“, bat er seinen Bruder.

„Kein Problem Geiry. Aber ich wundere mich, wie du so ein bildhübsches Mädchen einfangen konntest. Und sie scheint auch nicht so dämlich zu sein, wie deine letzte Eroberung.“

Geiry sah wütend auf seinen Bruder, daran wollte er jetzt bestimmt nicht erinnert werden. Doch bevor er etwas sagen konnte, fuhr Svenja auf. „Hat dieser Mensch mich gerade mit Anja verglichen?“ fragte sie wütend.

Tothi nickte. „Ja, genau so hieß sie. Kennst du sie?“

In diesem Moment packte Svenja ihn an seiner Jacke und drohte ihm mit ihrer Faust. „Wenn du nicht willst, dass wir ernsthaft Krach bekommen, dann erwähne diesen Namen nie wieder in meiner Gegenwart, okay? Geiry und ich gehören jetzt zusammen.“

Tothi grinste. „Du hast aber ein Temperament. Ich fange an meinen Bruder zu beneiden.“

Geiry grinste jetzt auch und nahm Svenja in den Arm. „Wie kommst du eigentlich her? Ich dachte du sitzt auf deinem Hof in Island und trainierst fürs Landsmót.“

Tothi schüttelte den Kopf. „Nein, ich dachte etwas Turnierluft würde mir ganz gut tun. Ich habe hier für die Fünfgangprüfung gemeldet. Außerdem will ich noch ein paar Pferde verkaufen.“

Svenja atmete tief ein. „Etwa dieselbe Fünfgangprüfung, die ich auch reiten soll?“ fragte sie Geiry.

„Ich wüsste nicht, dass es noch eine andere gibt“, antwortete er ihr gelassen.

„Aber dann habe ich nicht die geringste Chance, wenn solche Reiter hier mitreiten“, rief sie erschrocken.

Geiry lachte. „Du reitest Rubin, denk daran. Tothi hat nicht ein Pferd, das so gut ist wie Rubin.“

„Stimmt und ich werde bestimmt keine größere Konkurrentin als dich haben. Wie ich Geiry kenne hat er dich bestens trainiert.“ Tothi nickte ihr aufmunternd zu, dann ging er zu seinen Pferden. Sie würden sich später während der Disco wieder treffen. Geiry und Svenja schlenderten auch zurück zum Wohnwagen. Erst als sie vor dem Wagen standen fiel ihr Geirys Tasche ein.

„Geiry, ich muss dir noch schnell was sagen. Ich habe deine Tasche in der Mitte des Wagens stehen gelassen. Du sollst die Wahl haben, ob du bei mir oder bei Höski schlafen willst. Es ist also nicht, dass ich dich nicht haben will…..“ sie stotterte und hoffte, dass er sie verstehen würde.

„Ist schon gut, mein Lieb. Komm jetzt lass uns was anderes anziehen und endlich essen gehen. Ich habe einen Mordshunger.“ Er zog sie in den Wohnwagen und staunte nicht schlecht, als er seine Tasche auf Svenjas Seite fand. Höski stand grinsend im Raum.

„Ich werde auf keinen Fall mit dir eine Kabine teilen. Du schnarchst, wie ein alter Bär“, meinte er.

„Du brauchst dir keine Mühe mehr zu geben, Höski“, sagte Svenja und grinste ihn an. „Ab heute werde ich dir leider nicht mehr bei Inka helfen können. Ich habe dir ja gesagt, dass es nur solange geht, wie ich Single bin.“

Höskis Grinsen wurde noch breiter. „Endlich. Ich dachte schon ihr zwei schafft es überhaupt nicht mehr.“

Sie zogen sich schnell um und gingen zur Reithalle, wo die Veranstalter ein Büffet aufgebaut hatten. Geiry zeigte ihre Eintrittskarten, die sie mit der Anmeldung bekommen hatten. Dann stürzten sie sich auf die aufgebauten Leckereien. Mit fast überfüllten Tellern setzten sie sich in eine ruhige Ecke, in der Hoffnung wenigstens in Ruhe essen zu können, bevor sämtliche Bekannte ankamen. Es dauerte noch keine 10 Minuten, da stand Tothi an ihrem Tisch.

„Ihr habt doch nichts dagegen, wenn ich mich zu euch setze, oder?“ grinste er.

Höski winkte ihn lachend an seine Seite. „Schön dich mal wieder zu sehen. Geiry hat nichts davon gesagt, dass wir dich hier treffen.“

Tothis Grinsen grenzte jetzt ans Unverschämte. „Er hatte wahrscheinlich genug damit zu tun dieses Wahnsinnsmädchen aufzureißen.“

Geiry hätte sich beinahe verschluckt. „Du weißt genauso gut wie ich, dass du keinem Bescheid gesagt hast, dass du hier mitreitest. Wenn ich es gewusst hätte, dann wäre Svenja das Rennen für mich geritten und mir hätte es einen Mordsspaß gemacht, dich in der Prüfung in Grund und Boden zu reiten.“ Seine Stimme klang schon fast böse. „Aber jetzt macht Svenja das eben für mich. Es wird richtig schön sein zu sehen, wie du gegen einen Neuling haushoch verlierst.“

Und wems gefällt, der kann es hier kaufen :  Im Rennpass ins Glück

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Über skydla

Ich bin eigentlich eine ganz normale Frau, die gerne lacht, die arbeitet, die in einer festen Beziehung ist und 2 Kinder hat. Meinen richtigen Namen möchte ich aber dennoch nicht nennen, da ich Autorin von BDSM-Geschichten bin. Teilweise habe ich die Geschichten selbst erlebt, teilweise entstammen sie aus meiner Fantasie und teilweise sind es Szenen, die da einfach hingehören *smile. Ich bin offen für vieles, bei weitem nicht für alles und bin auch sehr komunikativ! Also wenn wer was wissen will.....einfach fragen.
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