Leseprobe: SM-Liebe-Fantasy

Hallo Ihr Lieben, heute möchte ich Euch mal einen Ausblick auf das was kommt geben. Titel ist für mich ja immer so eine Sache, da habe ich eher 3 Bücher geschrieben, statt einen Titel zu finden. Aber da das neue Buch auch noch nicht fertig ist, hat das ja noch Zeit. Dennoch möchte ich Euch schon mal reinlesen lassen:

Angelique bekam wieder Angst, obwohl sie so unendlich erschöpft war. Was war das für ein Spiel und wer war dieser unbekannte Lord Caligo?

Das Tor wurde aufgezogen und Angelique erwürgte sich fast, um zu sehen wer da kam. Doch erst konnte sie nur Pferdebeine ausmachen. Insgesamt waren es drei Pferde. Dann sah sie dunkle Gestalten, die vom Pferd stiegen.

Zwei mussten Diener sein, sie waren in schlichtes Schwarz gehüllt mit einem flammenden Symbol auf dem Waffenrock. Genau konnte Angelique in ihrer Lage das Symbol nicht erkennen.

Dann trat ein Mann in ihr Blickfeld und am liebsten wäre sie zurück gewichen. Er erschien so groß und dunkel. Völlig in schwarz gehüllt mit einem mittelalterlichen Kettenpanzer, der so kunstvoll gearbeitet war, dass Angelique nicht anders konnte, als ihn zu bewundern.

An den Armen lief der Panzer in kleinen Drachenköpfen aus und an den Schultern hatte der Schmied Stacheln angebracht. So erschien dieser Mann einfach riesig und extrem breitschultrig.

Angelique hob den Blick und sah wie er den großen silbernen Helm abnahm, der sie ein wenig an den Helm vom Hexenmeister von Angmar aus Herr der Ringe erinnerte.

Schwarzes Haar kam unter dem Helm zum Vorschein und seine Augen blitzten so blau, wie ein klarer Bergsee. Um seinen Mund spielte ein missbilligender Zug und Angelique stellte sich schon auf eine Auseinandersetzung ein.

Er stand jetzt direkt vor dem Pranger und musterte sie. Sein Blick versank einen Moment in ihren Augen und Angelique hatte das Gefühl er könne ihr bis auf den Grund der Seele blicken. Ihr Stolz ließ es nicht zu, dass sie den Blick abwandte, immerhin war das hier auch nur eine Art Schauspieler.

Sie wollte ihn bitten den Pranger aufzuschließen, aber sie hatte in den letzten Stunden mit allen Mitteln versucht frei zu kommen, auch in dem sie lauthals nach den Spielleitern schrie. Sie war heiser, ihre Stimme versagte und ihr Hals kratzte wie ein Reibeisen.

Angelique schluckte und versuchte erneut etwas zu sagen.

Doch ehe sie Erfolg hatte, machte der Mann eine kleine Handbewegung und seine Diener eilten auf den Pranger zu und öffneten ihn.

Angelique sah sie dankbar an und wollte sich aufrichten, doch mit einem Schmerzlaut, sank sie zu Boden. Sofort war der Mann bei ihr, streifte seine Armstulpen ab und packte sie an den Armen. Sanft half er ihr hoch und stützte sie. Dabei streifte er vorsichtig über die Male, die die Ketten an ihren Handgelenken hinterlassen hatten, genau wie der schwere Halsreif, den er ihr jetzt abnahm. Sanft berührte der Lord diese Spuren und wieder blickte er sie so intensiv an, als ob er in ihr lesen könnte.

Angelique klammerte sich dankbar an ihn und atmete tief ein, denn der Schmerz in ihrem Rücken war höllisch. Tränen traten in ihre Augen und sie schluckte wieder.

„Nimm dich zusammen, später kannst du weinen“, sagte er leise zu ihr.

Als Angelique seinem Blick folgte, konnte sie einige Leute in den Nischen und Fenstern der Burg sehen. Sie verstand, diesen Leuten wollte sie kein Bild des Jammers zeigen. Aber es kostete sie viel Kraft den Kopf hocherhoben zu halten und ihre Schmerzen in Rücken und Beinen zu verdrängen.

Die Hand unter ihrem Arm gab ihr Halt und am liebsten hätte sie sich an diesen großen dunklen Mann geschmiegt und sich trösten lassen. Doch er lächelte sie nur kurz an und half ihr dann langsam in die große Halle, wo sie auf die meisten der anderen Leute stießen.

Leises Gemurmel erklang, als er mit ihr den Raum betrat. Fürsorglich brachte er sie zu einem Stuhl in einer Nische und bedeutete seinen Dienern bei ihr zu bleiben. Dann ging er mit wütendem Blick in die Mitte des Saals und es sah aus, als ob er jeden einzelnen mit seinem Blick zum Schweigen brachte.

„Was hat diese Frau getan, dass ihr sie so schändlich behandelt?“ fragte er laut und man konnte hören, dass die Wut in ihm kochte.

Ein Mann mit einem prachtvoll gestickten Waffenrock erhob sich.

„Verzeiht Lord Caligo, aber seit wann schützt ihr Hexen und lichtscheues Gesindel?“ fragte der Mann.

Angelique schüttelte den Kopf. Wussten diese Menschen hier denn nicht mehr, dass das alles nur ein Spiel war? Ein Event für das sie auch viel Geld bezahlt hatte?

Sie wollte aufspringen und etwas dazu sagen, aber eine Hand im schwarzen Handschuh legte sich mahnend auf ihren Arm. Angelique sah in die Augen des Dieners, der nur unmerklich den Kopf schüttelte.

„Ihr werft ihr also vor eine Hexe zu sein und was hat sie getan? Hat sie einem von euch geschadet?“ fragte Lord Caligo weiter.

Der andere Mann wurde unsicher. „Es reicht dass sie eine Hexe ist, müssen wir erst warten ehe etwas Schlimmes passiert?“ fragte er zurück, doch seine Stimme wurde dünn.

„Ihr seid mein Verwalter und so vertretet ihr meinen Namen, in dem ihr harmlose Frauen quält?“ donnerte auf einmal die Stimme von Lord Caligo durch die Halle.

Selbst Angelique zuckte erschrocken zusammen.

Der andere zog den Kopf ein und senkte den Blick.

„Verzeiht Herr, ich dachte“, weiter kam er nicht.

Lord Caligo hatte ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen gebracht.

„Ihr habt das Hirn einer Fliege, diese Frau ist der schwarzen Magie nicht mächtig und das sollte ein jeder hier spüren.“

Angelique sah in den Blicken der Leute, dass dieser Lord ins Schwarze getroffen hatte. Ihre Rolle hatte wirklich nichts mit dem zu tun, was geschehen war. Aber warum hatten sie ihr dann so übel mitgespielt? Langsam verstand sie die Welt nicht mehr und hoffte nur, dass sie hier nicht in die Fänge von irgendwelchen Irren oder Satanisten geraten war.

Die Verärgerung von Lord Caligo war fast greifbar und keiner wagte einen Ton von sich zu geben. Jetzt drehte er sich zu ihr um und schenkte ihr ein Lächeln.

„Ich bitte dich um Verzeihung für das Benehmen meiner Leute hier auf der Burg. Zu gegebener Zeit werde ich dir ihr Verhalten erklären“, sagte er freundlich zu ihr.

„Macht ein Gemach fertig und sputet euch. Sollte ich noch einmal Grund haben einen von euch zu tadeln, werdet ihr meinen Zorn spüren“, rief er in den großen Raum rein und sofort sprangen einige Leute auf und verließen die Halle.

Lord Caligo kam zu Angelique und zog sich einen Stuhl heran.

„Vielen Dank“, brachte sie immer noch heiser hervor.

Er lächelte und wieder war Angelique versucht sich an seiner Brust auszuweinen. Fast schon gewaltsam riss sie sich von seinen Augen los.

„Nichts zu danken, ich hoffe du nimmst meine Entschuldigung an. Das hätte nicht passieren dürfen.“

Angelique schluckte. Sie stimmte ihm aus vollem Herzen zu, es hätte nicht passieren dürfen, aber er konnte ja nichts dafür.

„Du warst ja nicht hier, also ist es auch nicht deine Schuld“, flüsterte sie.

Caligo schüttelte den Kopf. „Du kannst es nicht verstehen, aber hier ist nicht der richtige Ort es dir zu erklären.“

Er ließ seinen Blick über ihr Gesicht und ihren Körper streifen, so weit er ihn durch den Mantel sehen konnte. Angelique hatte das Gefühl, als könne sie seinen Blick spüren, so als ob er sie sanft streicheln würde. Etwas stand greifbar zwischen ihnen im Raum. Man konnte es förmlich knistern hören.

Ich hoffe mal es gefällt und wer wissen möchte wann es erscheint, der sollte ab und an mal auf meine Wesite: www.sm-buecher.com schauen.

Euch allen einen schönen Tag.

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Über skydla

Ich bin eigentlich eine ganz normale Frau, die gerne lacht, die arbeitet, die in einer festen Beziehung ist und 2 Kinder hat. Meinen richtigen Namen möchte ich aber dennoch nicht nennen, da ich Autorin von BDSM-Geschichten bin. Teilweise habe ich die Geschichten selbst erlebt, teilweise entstammen sie aus meiner Fantasie und teilweise sind es Szenen, die da einfach hingehören *smile. Ich bin offen für vieles, bei weitem nicht für alles und bin auch sehr komunikativ! Also wenn wer was wissen will.....einfach fragen.
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Eine Antwort zu Leseprobe: SM-Liebe-Fantasy

  1. Jasmin schreibt:

    Hallo Skydla, liest sich spannend bin schon neugierig auf mehr.
    liebe Grüße Jasmin

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