2. Leseprobe „Reitstunden der Lust“

Auch heute möchte ich Euch einen weiteren Auszug aus meinem neusten Roman zum lesen geben.

Ein ganz kleiner Gedanke schlich sich bei ihr ein, dass sie jetzt alles dafür geben würde, wenn Max sie einfach in die Arme nehmen würde.

Jetzt kamen ihr die Tränen noch heftiger, denn dieser Wunsch würde nie in Erfüllung gehen. Nicht nur, dass sie richtig Angst vor Max hatte, er würde auch nichts mehr von ihr wissen wollen, wenn er erstmal merkte, wie gestört sie war. Und sie, blöde Kuh, hatte nichts Besseres zu tun, als sich in ihn auch noch zu verlieben. Bei diesem Gedanken versiegten die Tränen langsam. Nachdenklich setzte Steffi sich auf und dachte darüber nach. War sie wirklich dabei sich zu verlieben? Dann schüttelte sie den Kopf, bestimmt nicht, Max hatte sie nur so gründlich durcheinander gebracht und so sehr in Angst versetzt, dass sie nicht mal mehr wusste was sie fühlte. Endlich konnte sie wieder einschlafen, obwohl die ersten Strahlen der Sonne schon zu sehen waren.

Max hatte gut geschlafen und blinzelte jetzt der Sonne entgegen. Der Tag gestern war wesentlich besser gelaufen, als er je gedacht hätte. Bei dem Gedanken was er über Steffi erfahren hatte, runzelte er unwillkürlich die Stirn.

Ihr war das Schlimmste überhaupt passiert und er hätte am liebsten den Typen zur Rechenschaft gezogen. Dabei fiel ihm auf, dass er gar nichts über die Umstände wusste. Was wenn der Mann noch frei war? Max nahm sich vor mit Manfred über diese Geschichte zu reden, aber erst wollte er mehr Zeit mit Steffi verbringen. Sie war für ihn jetzt die Wichtigste.

Pfeifend ging er zu Svana und Manfred in die Küche, in der Hoffnung Steffi zu finden.

„Guten Morgen“, rief er gut gelaunt.

Svana war gerade dabei Kaffee zu kochen und lächelte ihm entgegen.

„Guten Morgen Max.“

Er sah sich kurz um. „Ist Steffi schon füttern?“ fragte er.

Svana wandte sich einen Moment unbehaglich, doch dann schüttelte sie den Kopf.

„Nein sie ist noch in ihrem Zimmer.“

Max runzelte die Stirn, doch ehe er etwas sagen konnte, legte Svana eine Hand beruhigend auf seinen Ärmel.

„Bitte, es ist nicht so, dass sie gegen dich intrigiert. Sie hatte wieder einen fürchterlichen Alptraum“, den Rest des Satzes ließ sie in der Luft hängen.

Max nickte verstehend.

„Dann werde ich mal füttern gehen und Steffi lassen wir heute einfach mal ein wenig länger schlafen“, schlug er fröhlich vor.

Svana nickte ihm lächelnd zu.

„Wenn du willst, helfe ich dir gleich“, bot sie ihm an.

Max lehnte dankend ab, die paar Pferde würde er schon noch versorgt bekommen.

Schnell hatte er die Pferde beim Haus gefüttert, nach dem Frühstück würde er mit Steffi zusammen die Weiden abreiten und nach der Herde sehen. In Gedanken stellte er die Eimer wieder in die Futterkammer und wäre in der Stallgasse beinahe über Manfred gestolpert.

„Guten Morgen, du bist ja schon fertig“, bemerkte Manfred grinsend.

Max nickte. „Ja ist doch kein großer Akt, aber gut dass du da bist. Wir müssen mal miteinander reden.“

Manfred sah Max unbehaglich an.

„Es geht um Steffi oder?“ fragte er vorsichtig.

Max nickte. „Ja, aber ich will nichts wissen, was sie mir nicht auch erzählen könnte. Nur eins, ist der Kerl gefasst worden, der sie vergewaltigt hat?“

Manfred wich Max Blick aus und trat unruhig von einem Fuß auf den anderen.

„Manfred, komm nicht auf die Idee mich anzulügen“, warnte Max.

Manfred schluckte. „Nein ist er nicht. Wir wissen nicht wer es war.“

Max konnte sehen, dass Manfred log, doch er ließ es auf sich beruhen. Für ihn war es wichtig zu wissen, ob Steffi vielleicht noch in Gefahr war. So wie es aussah, war es mehr als wichtig, dass er auf sie aufpasste.

„Keine Sorge Manfred, ich passe auf sie auf, egal wann und egal wo“, versprach Max und Manfred atmete auf.

Er wollte noch etwas sagen, doch Max schüttelte den Kopf. „Lass es gut sein, mein Freund. Alles was ich wissen muss, wird Steffi mir erzählen.“

Damit gingen die beiden zurück in die Küche, wo Svana mit dem Frühstück bereits wartete.

Als Max sich gerade ein frisches Brötchen aufschnitt, stürmte Steffi in die Küche.

„Wieso hat mich denn keiner geweckt?“ wollte sie aufgebracht wissen.

„Weil du einfach den Schlaf gebraucht hast, nach dem anstrengenden Tag gestern“, antwortete Max ihr und zog sie neben sich auf die Bank.

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Über skydla

Ich bin eigentlich eine ganz normale Frau, die gerne lacht, die arbeitet, die in einer festen Beziehung ist und 2 Kinder hat. Meinen richtigen Namen möchte ich aber dennoch nicht nennen, da ich Autorin von BDSM-Geschichten bin. Teilweise habe ich die Geschichten selbst erlebt, teilweise entstammen sie aus meiner Fantasie und teilweise sind es Szenen, die da einfach hingehören *smile. Ich bin offen für vieles, bei weitem nicht für alles und bin auch sehr komunikativ! Also wenn wer was wissen will.....einfach fragen.
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