Schnipsel aus „Wild Thing – Die Liebe des Drachen“

Hallo ihr Lieben,

weil heute Ostersonntag ist und die Sonne scheint, habe ich einen Ausschnitt aus „Wild Thing – Die Liebe des Drachen“ für euch.

Einige haben ja den Newsletter abonniert und schon den ersten Einblick bekommen, für alle anderen gibt es jetzt den ersten Ausschnitt aus der Geschichte um die Küchenhilfe Mia und den Drachen Jorgan.

Viel Spaß und frohe Ostern!

Jorgan öffnete schwach die Lider. Ihm war klar, dass die kleine Frau längst geflohen war, deshalb musste er sich ein anderes Versteck suchen. Bestimmt lief sie in ihrer Panik direkt zu ihren Leuten.
Mühsam hob er den Kopf, anschließend versuchte er den linken Flügel anzulegen, nur um sofort schmerzerfüllt aufzustöhnen. Die Schmerzwellen brachten ihn augenblicklich an den Rand der Bewusstlosigkeit.
Noch nie in seinem Leben hatte er etwas Vergleichbares aushalten müssen. Kalter Schweiß perlte über seinen menschlichen Leib, gleichzeitig zitterte er vor Erschöpfung.
„Was tun Sie denn? Bleiben Sie liegen!“
Spielte ihm sein Gehirn jetzt einen Streich oder war die kleine Frau doch zurückgekommen? Ehe er sich erneut zu ihr umdrehen konnte, trat sie in sein Blickfeld.
Besorgt strich sie ihm über den Teil seiner Stirn, die nicht von Schuppen bedeckt war.
Mia hatte im Laufen sein Stöhnen gehört, sodass sie stehen blieb. Sie brachte es nicht über sich, ein verletztes Wesen im Stich zu lassen.
Einen Moment haderte sie mit sich, dann drehte sie um und lief zu dem Drachen, der jetzt hilflos vor ihr lag.
Noch einmal streichelte sie ihm über die Stirn, dabei fühlte sie den kalten Schweiß, der ihr sagte, dass es ihm verdammt schlecht ging.
„Bitte, was kann ich tun? Irgendjemand muss doch helfen können.“
Offen erwiderte sie seinen erstaunten Blick.
„Ich habe gedacht, dass du fliehst und mit deinen Leuten wiederkommst.“
Jorgan konnte sich ihr Verhalten kaum erklären. Sie war ein Mensch, die reagierten selten mitfühlend, zumindest, die die er kennengelernt hatte.
Mia zuckte mit den Schultern, während sie sich erneut auf dem Stein niederließ.
„Wahrscheinlich bin ich einfach zu dumm. Ich sollte wirklich loslaufen, um jemanden herzuholen, aber ich bekomme das Gefühl, dass Sie keineswegs böse sind, nicht los.“
Verlegen hielt sie ihm stand, da er sie jetzt verwirrt musterte.
„Was kann ich tun? Ich sehe doch, dass es Ihnen sehr schlecht geht.“
Bittend sah sie ihn an. Die Vorstellung, dass er hier starb, trieb ihr die Tränen in die Augen. Diese Gefühlsregung konnte sich die junge Frau kaum erklären, daher schob sie den Gedanken schnell zur Seite.
„Ich brauche Ruhe, damit ich zu Kräften komme. Der Weg von Rumänien nach Irland war weit und anstrengend. Außerdem würde ich es begrüßen, wenn du mich Jorgan nennst.“
Er versuchte sie anzulächeln, was ihm leidlich gelang, aber jetzt schaffte er es nur noch, mit Gewalt wach zu bleiben.
„Ich heiße Mia. Bist du sicher, dass ich nicht doch den Arzt der Söldner holen soll? Gerry kennt sich mit allen Verletzungen aus.“
Hoffnungsvoll beobachtete sie ihn. Sollte er auf ihren Vorschlag eingehen, konnte sie sicher sein, dass er überlebte.
Gerry, ein Luchs, wusste alles über Medizin, egal ob es sich um einen Menschen oder ein magisches Wesen handelte. Außerdem stand ihm der Engel Lea, seine Gefährtin zur Seite.
„Nein, ich darf niemandem trauen. Solange ich so schwach bin, musst du mir versprechen, dass du keinem von mir erzählst. Bitte, Mia, du bist die …“
Seine Augen fielen zu, fast zeitgleich sank sein Kopf zu Boden.

Und wer es jetzt nicht mehr abwarten kann, dem empfehle ich einfach mit dem ersten Band der „Wild Things“ anzufangen. Alle Bände sind in sich abgeschlossen.
   jaguar

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