Switcher – Mehr Sex und mehr Spaß?

Hallo ihr Lieben,

heute mache ich wieder den Erklärbär und erzähle euch etwas über die Switcher.

Die Erklärung, was ein Switcher ist, ist ziemlich einfach: Jemand der BDSM ausübt und dabei mal Dom, mal sub ist. Also von einer zur anderen Seite switcht.

Die Beweggründe brauche ich wohl auch nicht so wirklich zu erklären, denn es gibt ja auch Menschen, die z.B. dominant-devot sind. Also sowohl führen möchten, als auch sich führen lassen. Oder die sadistisch-devot sind. Ihnen macht es Spaß auf der einen Seite zu quälen, auf der anderen Seite sich führen zu lassen. Es gibt da einige Kombinationen. Ich habe bisher nur noch niemanden gefunden, der dominant-devot ist. Aber ich denke, auch das gibt es, denn einen anderen Menschen zu führen ist auf Dauer ganz schön anstrengend. Man darf ja nie vergessen, dass der Dominante auch die Verantwortung trägt.

Also aus dieser Sicht sollte man denken, dass Switchen mehr Sex und mehr Spaß bedeutet, da man sich ja nicht auf eine Richtung festlegt. Allerdings gibt es auch die Schattenseiten.

Switcher werden in der Szene leider immer noch oft belächelt, was ich ziemlich dreist finde. Gerade unter uns „Perversen“ sollte doch Toleranz vorherrschen. Ich für meinen Teil finde es absolut in Ordnung, wenn jemand zwischen den Rollen tauscht und eben das auslebt, was für ihn vorherrschend ist.

Es gibt logischerweise auch viele Switcher-Paare. Die meisten sprechen sich vorher ab, wer welche Rolle übernimmt, macht ja sonst auch keinen Sinn. Somit bedeutete es auch, mehr Absprachen und unter Umständen auch mehr Abstriche machen zu müssen.

Unterm Strich würde ich die Anfangsfrage verneinen, denn zuerst sollte man den passenden Partner finden. Nicht alle lassen sich auf einen Switcher ein. Sollte man einen Dominanten und einen Devoten finden, also mehr als einen Partner haben, muss auch das harmonieren, sonst hängt ganz schnell der Haussegen schief. Ist man mit jemandem zusammen, der auch beide Seiten in sich trägt, muss man vorher nicht nur absprechen, was geht, sondern eben auch, wer welche Rolle übernimmt. Hier gibt es bestimmt auch die Situationen in denen man dem Partner zuliebe zurücksteckt. Mehr Sex oder mehr Spaß passt hier meiner Meinung nach nicht, sondern eher mehr Erfahrungen und wahrscheinlich auch eine größere Bandbreite an Gefühlen.

Für mich wäre das keine Option, was aber auch daran liegen mag, dass ich im Alltag genug Verantwortung tragen muss, sodass ich darauf im Privatleben bzw. in meinem Sexleben einfach gerne verzichte.

Heute habe ich keine Leseprobe für euch, sondern einen Buchtipp in dem auch „geswitcht“ wird. Schaut doch mal in Tom S. Assenders Buch „Marlies“ rein.

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