Leseprobe: Die Sklavin des Zauberers

Hallo Ihr Lieben,

da ich ja in der letzten Zeit nicht so viel hier geschrieben habe, sollt Ihr wenigstens wissen warum. Ich arbeite an einem neuen Buch und das ist ein etwas längerer Ausschnitt für Euch, sozusagen als kleine Entschuldigung, weil ich mich so rar gemacht habe:

Trausti war nicht sonderlich besorgt, dafür wusste er zu genau, dass sie nicht weit kommen konnte. Er hob seinen Kopf in die Luft und schnupperte. Schnell hatte er ihre Witterung aufgenommen und grinsend schlug er die Richtung ein.
Sie hatte Angst, das konnte er deutlich riechen, aber das war auch der Punkt, der ihn persönlich am meisten störte.
Trausti hasste den Menschenhandel und für ihn waren diese Männer alle nur Abschaum. Aber sein Herr hatte ihn hingeschickt, damit er diese junge Frau kaufen sollte und wenn sein Herr etwas sagte, dann war es Gesetz für ihn.
Es war an diesem Abend im Mai nicht sonderlich kalt, aber jetzt fing es auch noch an zu regnen und er hatte den Zustand der jungen Frau deutlich genug gesehen. Sie würde frieren und sich noch mehr ängstigen.
Während er der Spur folgte, überlegte Trausti, wie er ihr erklären könnte, dass sie nichts mehr zu befürchten hatte. Auf der anderen Seite war das nicht seine Aufgabe, sondern die seines Herrn.
Missmutig runzelte er die Stirn, es war doch zu dumm, dass er ihr nicht einfach die Wahrheit sagen konnte. Aber selbst wenn sein Herr es ihm nicht verboten hätte, würde er sie damit zu Tode erschrecken. Wenn sie ihm denn überhaupt glaubte.
Der Regen wurde stärker und es kam Wind auf. Einen Moment lang blieb Trausti stehen und blickte zum Himmel hinauf. War sein Herr jetzt doch sauer auf ihn, weil die Kleine ihm entwischt war? Er hörte den Donner und kurz darauf zuckte ein Blitz über den Himmel. Erleichtert schüttelte Trausti den Kopf, wenn das sein Herr gewesen wäre, dann hätte der Blitz ganz in seiner Nähe eingeschlagen, außerdem klang er am Telefon nicht verärgert.
Ganz in Gedanken trabte Trausti weiter, er wusste, dass Kathy sich vor ihm verstecken würde, sobald sie ihn sah. Was ihn auch traurig stimmte, er kannte Angst und Unsicherheit leider zu gut. Auch er hatte am eigenen Leib erfahren müssen, wie grausam Menschen sein konnten. Leise seufzend überlegte er, wie er ihr helfen konnte, denn sein Herr war schon beeindruckend, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Während Trausti überlegte, wie er Kathy am besten über ihre Angst hinweg helfen könne, versuchte sie sich zu orientieren. Ihr Atem beruhigte sich wieder und sie stand schwankend auf. An der Wand stützte sie sich einen Moment ab, um ihr Gleichgewicht zu finden, dann ging sie los. Irgendwann musste sie doch auf Hilfe stoßen oder zumindest auf einen Hinweis, wo sie überhaupt war.

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