Leseprobe „Wild Thing – Dem Jaguar verfallen“

Hallo Ihr Lieben,

die erste große Messe für dieses Jahr ist vorbei und ich habe viele neue Impulse und Tipps mit nach Hause genommen.

Allerdings dachte ich auch, dass es jetzt wieder etwas ruhiger wird und ich mehr Zeit zum Schreiben haben werde, doch da habe ich mich wohl getäuscht. Unsere Verlagsprojekte halten mich ganz schön auf Trab und schlucken das Meiste an Zeit. Aber es ergeben sich gerade sehr schöne Perspektiven, von denen auch ihr profitieren werdet!

Aber jetzt gibt es erst  mal einen Ausschnitt aus „Wild Thing – Dem Jaguar verfallen“!

Hoffnungsvoll blickte Joleen zur Tür, aber der Dämon war schneller, mit einer einzigen Bewegung war er bei ihr und stieß sie an die gegenüberliegende Wand.
„Bleib da und rühr dich nicht“, herrschte er sie an.
Benommen lehnte sie an der Wand, der Aufprall war ziemlich heftig gewesen und ihr Kopf dröhnte, doch sie hielt sich auf den Beinen.
Entsetzt sah sie, wie der Kerl vor ihr sich in ein seltsames Wesen verwandelte. Aus seinen Seiten wuchsen Tentakel, aus seinem unteren Rücken schlängelte sich ein Krokodilschwanz hervor und zwei gewaltige Hörner schoben sich aus seinem Schädel.
Die Tür flog auf und ein Mann stand im Eingang, er trat auf den Dämon zu und grinste.
„Vergiss es Namtar, du entkommst uns nicht noch einmal“, teilte er dem Wesen vor ihm mit.
So wie es aussah, hatte er Joleen gar nicht bemerkt und sie wusste, dass es ihre Chance war. Ohne darüber nachzudenken, sprang sie auf und rannte aus dem Raum. Am anderen Ende des Flurs sah sie einen weiteren großen Mann, der wie ein Soldat gekleidet war und laut fluchte.
Die Haustür hing schief in ihren Angeln, das sollte kein Problem mehr sein. Jo hielt darauf zu, doch sie hörte die schweren Stiefel immer näher kommen.
Zitternd stolperte sie aus der kaputten Tür und bemerkte, dass es angefangen hatte zu regnen. Mit einem Satz war sie über die vier Stufen gesprungen. Jetzt war nur noch das Tor vor ihr, wenn sie auf der Zufahrt war, hatte sie die Chance in den nahegelegenen Wald zu rennen und sich dort zu verstecken.
Verzweifelt warf sie sich gegen das Eisentor, das dummerweise klemmte, dabei horchte sie auf die Schritte, die immer näher kamen und die Stimmen aus dem Haus.
Endlich gab das Tor nach und sie spurtete auf die Straße. Aus den Augenwinkeln sah sie, dass ihr Verfolger sich nicht lange mit dem Gartentor aufhielt, sondern mit einem Satz darüber sprang.
Sie war nicht einmal zwei Meter weit gekommen, als sich seine Arme wie Eisenspangen um sie schlossen. Vor Panik bekam sie keinen Laut heraus, doch sie wehrte sich mit allem, was sie zu bieten hatte.
Wild schüttelte sie mit dem Kopf, versuchte ihm einen Kopfstoß zu verpassen, gleichzeitig stemmte sie sich so gegen ihn, dass er fast aus dem Gleichgewicht kam.
Joleen strampelte, kämpfte gegen ihn an, in der verzweifelten Hoffnung freizukommen.
„Ganz ruhig, ich hab dich“, erklang seine dunkle Stimme an ihrem Ohr.
Noch war sie nicht gewillt aufzugeben und wieder stieß sie sich vom Boden ab, um ihn umzuwerfen.
„Beruhige dich“, zischte er ihr zu.
Sie hörte Schritte auf sie zukommen.
„Warte Logan, ich bin gleich da“, ertönte eine weitere Stimme.
Jo sah nichts mehr, ihre nassen Haare hingen ihr wie ein Vorhang ins Gesicht und Regentropfen rannen ihr in die Augen.
Wieder schüttelte sie den Kopf, um freie Sicht zu bekommen, als sie den großen Mann sah, der jetzt bei ihnen angekommen war. Er hielt eine Spritze in der Hand und sie versuchte, ängstlich zurückzuweichen.
„Ruhig, ganz ruhig, niemand tut dir was“, flüsterte ihr der Soldat zu.

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