Leseprobe „Tabu-Eigentum des Lehrers“

Endlich fand sie ihn in der Küche, wo er gemütlich am Küchentisch saß und Zeitung las.
„Guten Morgen Kleines, ich hoffe, du hast dich etwas erholt“, begrüßte er sie mit einem Lächeln und faltete die Tageszeitung zusammen.
Verlegen senkte sie den Blick, konnte aber ein ängstliches Zittern nicht unterdrücken.
„Ja danke, es tut mir leid, dass ich nicht vor dir aufgestanden bin“, brachte sie schnell hervor.
Patrick verkniff sich ein Seufzen, dieser Neandertaler hatte so viel kaputtgemacht. Allerdings glaubte er, dass er in der Lage war, mit Geduld und Aufmerksamkeit alles wieder zu richten.
„Setz dich doch oder möchtest du lieber stehen?“, fragte er besorgt, dabei deutete er auf einen Stuhl, der ein dickes Kissen aufwies.
Sarah musste lächeln, so wie es aussah, kümmerte er sich wirklich um sie. Vorsichtig ließ sie sich auf das Kissen sinken und unterdrückte ein schmerzhaftes Stöhnen.
„Danke“, flüsterte sie, nur traute sie sich nicht, ihm in die Augen zu sehen.
Die Unsicherheit stand ihr ins Gesicht geschrieben, ebenso war es ihr peinlich, dass Patrick sie in einem so desolaten Zustand gesehen hatte. Sie erinnerte sich zu gut daran, wie sie in seinen Armen zusammengebrochen war. Was er jetzt wohl von ihr dachte?
„Möchtest du etwas trinken? Kaffee, Tee oder Kakao?“, wollte er wissen.
„Tee wäre toll“, murmelte sie.
Liebevoll lächelte er sie an, während er ihr eine Tasse hinstellte und den Wasserkocher anstellte. Anschließend holte er Zucker und einen Korb mit verschiedenen Teesorten, die er auf den Tisch stellte.
„Ehe wir frühstücken, sollten wir reden oder was denkst du?“, erkundigte er sich sachlich.
Schnell nickte sie und sah ihn ängstlich an, würde er sie wegschicken, so wie sie es gefordert hatte? Ehrlich gestand sie sich ein, dass sie sich ohne ihn verloren vorkam. Außerdem hatte sie Angst sich Peter zu stellen, immerhin waren ihre Sachen noch dort.
Patrick sah die Panik in ihren Augen und schüttelte leicht den Kopf.
„Ich lasse dich nicht alleine, keine Sorge. Es war kein leeres Versprechen“, beruhigte er sie.

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